VCA Vereinsgeschichte

Vereinsgründung

Am 10. November 1950 trafen sich 32 radsportbegeisterte Schneisinger (die Schneisingerinnen fehlten damals) im Gasthaus Löwen zur Gründung eines Veloclubs. Den Vorsitz dieser Versammlung führte der Initiant dieser Idee Hans Bräm. Der eingeladene Kantonalpräsident Gusti Peterhans (Wettingen) half mit seiner langjährigen Erfahrung bei der Gründung. Er orientierte die Anwesenden über Sinn und Zweck eines Veloclubs. Unter seiner Leitung wurden die Statuten aufgestellt. Auf Vorschlag von Hans Bräm wurde dem Verein der Name «Velo-Club Alperose Schneisingen» gegeben. In die Gründerliste haben sich folgende Radsportfreunde eingeschrieben:

Bräm Anton, Bräm Hans, Bräm Josef, Bräm Julius, Elsasser August, Elsasser Niklaus, Erdin Josef, Ferrari Karl, Frei Leonhard, Grünenfelder Ernst, Kästner Franz, Keller Willi, Lehmann Albert, Meier Adelbert, Meier Alois, Meier Josef, Rohner Arnold, Schwitter Karl, Schwitter Werner, Suter Viktor, Weber Josef, Wenzinger Adolf, Widmer Alois, Widmer Georg, Widmer-Gass Paul

Anfangsjahre

Bereits anfangs Januar 1951 fand die erste Vereinsversammlung statt. Sie wurden wegweisend für den Velo-Club, wie es sich später und bis heute zeigte. Der Velo-Club wurde ein Verein mit vielen Aktivitäten. An der ersten Vereinsversammlung wurde beschlossen, im Februar 1951 einen Fasnachtsball mit Dekoration im Löwensaal und im Mai 1951 ein Eierlesen durchzuführen. Das Eierlesen wird heute noch jedes Jahr durchgeführt und gehört zusammen mit dem Alpenrosenfest, organisiert von der Musikgesellschaft, zu den traditionellen Schneisinger Anlässen. Aus dem Dorfleben sind diese beiden Anlässen nicht mehr wegzudenken.

Aktivitäten

Von Anfang an wurde im Velo-Club die Kameradschaft grossgeschrieben. Aktivitäten wie die Tourenfahren, Mannschaftsfahren und Orientierungsfahren waren zur Förderung der Kameradschaft wie geschaffen und trugen zum Zusammenhalt unter den Vereinsmitgliedern bei. Im kantonalen wie im schweizerischen Tourenfahren waren die Schneisinger seit 1951 immer in den vordersten Rängen klassiert. Höhepunkte waren 1960, als der kantonale Titel im Tourenfahren, und 1962, als der schweizerische Titel im Tourenfahren gewonnen wurde. In dieser erfolgreichen Zeit wurden jeweils pro Jahr bis zu 60 Touren mit dem Fahrrad gefahren. Daran beteiligten sich regelmässig 20 bis 30 Mitglieder. Nicht weniger aktiv waren die Schneisinger im Mannschaftsfahren, einer der härtesten Disziplinen des Radsportes. Diese Sportart wurde bis in die Gegenwart erfolgreich gepflegt. So beteiligt sich der Verein auch heute noch mit zwei bis drei Männerteams und regelmässig auch mit einer Frauenschaft an dieser Disziplin. Dies zeigt auch, dass der Velo-Club gegenüber den gesellschaftlichen Entwicklungen offengeblieben ist: Fehlten bei der Gründung die Frauen, sind die heute als regelmässige, aktive Radsportlerinnen in den Reihen des Vereines gerne gesehen.

Den grössten Erfolg der Vereinsgeschichte wurde im Orientierungsfahren, einer inzwischen leider verschwundenen Radsport-Disziplin, erzielt. Nachdem der Velo-Club in dieser Sportart national während Jahren ganz vorne mitgekämpft hatte, gelang 1963 die Krönung der guten Resultate. Felix Wenzinger, Peter Madel und Leo Schwitter holten sich den Schweizermeistertitel.

Ausgezeichneter Organisator

Der Velo-Club kam in den vergangenen fünf Jahrzehnten zu einem Ruf als ausgezeichneter Organisator. Nicht zuletzt die immende Erfahrung in der Organisation von Anlässen trug dazu bei. So wurden neben vielen Kantonalen Radrennen (Querfeldein, Kriterien, Strassenrennen, Mannschaftsfahren) vier nationale Rennen und drei Schweizermeisterschaften durchgeführt. 1968 fand die Schweizermeisterschaft im Mannschaftsfahren, 1988 und 1996 die Schweizermeisterschaft der Frauen statt. Diese drei Anlässe waren die grössten Veranstaltungen, die der Verein organisierte. Zu bedenken ist, dass neben diesen grossen Anlässen auch jedes Jahr das Eierlesen durchgeführt wurde. Im Jubiläumsjahr fand das Eierlesen zum 49. Male statt. Es musste in den letzten Jahrzehnten wegen schlechtem Wetter also nur einmal abgesagt werden. In den letzten Jahren führte der Velo-Club auch mehrere Mountain-Bike-Rennen durch. Auch das zeigt, dass der Verein mit der Zeit geht. Während Jahren organisierte der unermüdliche Sepp Bräm die Clubmeisterschaft der «Region Ost». Es waren dies Trainingsrennen der Vereine der «Region Ost». Es waren dies Trainingsrennen der Vereine der Region, an denen sich jeweils bis zu 50 Rennfahrer beteiligte. Die Idee der «Region Ost» lebt in der vor drei Jahren von den Radsport-Vereinen Ehrendingen, Siglistorf, Fisibach, Niederwenigen und Schneisingen ins Leben gerufene Radsportschule «Region Ost» weiter. Auch hier zeigt es sich, dass der Velo-Club Schneisingen gegenüber Neuerungen hinaus zu schauen in der Lage ist. Die Radsportschule «Region Ost» wurde umgenannt in die Radsportschule «Lägern», und besteht nun schon seit 1998.

Durch die Vergangenheit in die Zukunft

Weitsicht und Aufgeschlossenheit haben dazu geführt, dass der Velo-Club 70 Jahre überstanden hat und auch vor der Zukunft keine Angst haben muss. Vieles hat sich in den vergangenen 70 Jahren geändert. Motorisierung und technischer Fortschritt machten sich auch beim Velo-Club bemerkbar. Heute gilt der Radsport als Gesundheitsförderer, was dem Verein zweifellos wieder neue Impulse und neuen Aufschwung gibt.

Das Mountain-Bike erschien auf dem Markt und die vermehrt sitzende Arbeitstätigkeit verlangte vielen Personen nach Bewegung, was mit dem Fahrrad am besten gemacht werden kann. Junge und Junggebliebene haben den Radsport und das Radfahren und das dazugehörende Naturerlebnis wiederentdeckt. Einige traditionelle Sparten wie Orientierungs- und Tourenfahren, die gerade vom Velo-Club Schneisingen in den Anfängen gefördert worden waren, sind aktiver denn je. Es wird zwar weniger gemeinsam, als vermehrt einzeln oder zu zweit ausgefahren. Aber auch hier gibt es hier gibt es eine Renaissance: Seit zwei Jahren treffen sich einzelne Vereinsmitglieder im Sommer immer am Donnerstagabend zu einer gemeinsamen Ausfahrt. Wobei im Gegensatz zu früher auch Nicht-Vereinsmitglieder zu diesen Ausfahrten herzlich Willkommen sind. Und bei Clubtrainings mit den Nachbarvereinen lebt auch der Geist der Zusammenarbeit mit befreundeten Sektionen weiter.

Und in der bereits erwähnten Radsportschule Lägern wird auch der sportbegeisterten Jugend ein interessantes Tätigkeitsfeld geboten. Gut ausgebildete Trainer unterrichten die 8 bis 20-jährigen Mädchen und Knaben im Umgang mit dem Mountainbike und bringen ihnen das Einmaleins des Radsportes bei. Dabei geht es nicht um das Heranzüchten von Spitzensportlern, sondern einerseits um Information über eine Sportart und anderseits auch ums Leben, wie man sich im Strassenverkehr zu verhalten hat. Für alle Jugendlichen sicher eine wichtige Sache. Der Velo-Club hofft so, seine Zukunft sichern und auch die nächsten Jahrzehnte erfolgreich bestehen zu können.

Die vielfältigen Tätigkeiten sind eine solide Basis für aktive und gute Mitglieder. Mitglieder, die nicht nur im Verein, sondern regelmässig auch in kantonalen Radsportbehörden ein sitz nehmen und zum Gedeihen dieser Gremien beitragen.

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